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Warum die Kante mehr ist als ein Randthema

Die Kantenanleimmaschine – Ein unverzichtbares Werkzeug in der modernen Werkstatt

Eine Kantenanleimmaschine ist heutzutage aus kaum einer Werkstatt mehr wegzudenken. In diesem Ratgeber möchten wir einen praxisnahen Blick auf gängige Techniken, Klebstoffe und Materialien werfen.

Wer mit Holzwerkstoffen arbeitet, weiß: Die Kante entscheidet nicht nur über die Optik, sondern auch über die Langlebigkeit eines Möbelstücks. Grundsätzlich schützt eine Kante das Werkstück vor Ausbrüchen und Feuchtigkeitseintritt und verleiht ihm zusätzlich ein hochwertiges Finish.

 

Was tun, wenn keine hochwertige Kantenanleimmaschine vorhanden ist?

  • Auslagern: Lassen Sie Ihre Produkte professionell als Halbfertigprodukt fertigen – optional mit CNC-gesteuerten Fräsungen und/oder Lochbohrungen.

  • Manuelles Verleimen: Verleimen Sie Kanten manuell – entweder auf der Baustelle oder in Ihrer Werkstatt.

 

Welche Techniken gibt es zur Kantenverklebung?

1. Manuelle Verklebung

Mit lösemittelfreien Klebstoffen, die eine hohe Anfangshaftung und kurze Abbindzeiten aufweisen, kann die Kante direkt an das Werkstück angeleimt werden. Mithilfe von Zwingen und Zulagen wird sie angedrückt und ist häufig schon nach 30 Minuten weiter bearbeitbar.

Die Überstände werden anschließend mit einem Kantenhobel, Kantentrimmer oder einer Fräse entfernt – je nach Kantenstärke kommen unterschiedliche Werkzeuge zum Einsatz.
An den Ecken wird der Überstand rechtwinklig gekappt und abgerundet.
Ein Radius wird mit einer Ziehklinge gezogen, eventueller Weißbruch im Finish entfernt.

2. Automatisierte Kantenanleimmaschine

Wie bei der manuellen Verklebung, jedoch mit höchster Präzision und Automatisierung.
Moderne Maschinen führen sämtliche Arbeitsschritte schnell, sicher und hochwertig aus. Zusätzlich können sie gleichzeitig Nuten in das Werkstück sägen – ein klarer Effizienzgewinn.

 

Welcher Klebstoff wird verwendet?

Für die manuelle Verklebung kommen Leime gemäß DIN D1–D4 zum Einsatz – je nach Anforderung.
Kantenanleimmaschinen verarbeiten in der Regel EVA- und PUR-Schmelzkleber.

EVA vs. PUR – Wo liegen die Unterschiede?

  • EVA (Ethylen-Vinyl-Acetat): Der gängigste Klebstofftyp. Er ist wärmeaktivierbar – ein Nachteil bei hoher Hitzeeinwirkung (z. B. in der Nähe eines Küchenherds), da sich die Kante eventuell wieder lösen kann.

  • PUR (Polyurethan): Chemisch härtender Kleber, der nicht thermisch reaktivierbar ist. Er bietet eine hohe Wasser- und Hitzebeständigkeit und eignet sich besonders gut für überlackierte Oberflächen.

 

Wie verarbeitet man die Klebstoffe?

Die Verarbeitung von PUR-Schmelzklebern ist heute nahezu so einfach wie die von EVA. Moderne Kantenanleimmaschinen unterstützen die Verarbeitung vollautomatisch.

Wichtig: Steht eine Maschine längere Zeit still, muss sie mit speziellen PUR-Reinigern gesäubert werden – das bedeutet zusätzlichen Aufwand.

PUR-Schmelzkleber eignen sich besonders für anspruchsvolle Verklebungen. Sie härten sowohl physikalisch durch Abkühlung als auch chemisch durch Reaktion mit Umgebungsfeuchtigkeit aus. Das Ergebnis ist eine besonders resistente Klebefuge, auch gegenüber Reinigungs- und Lösungsmitteln.

 

Welche Materialien werden verwendet?

ABS-Kante (Acrylnitril-Butadien-Styrol)

Ein hochwertiger, mechanisch und thermisch belastbarer Kunststoff für den modernen Möbel- und Innenausbau.
Die ABS-Kante eignet sich hervorragend für die Bekantung verschiedener Holzwerkstoffe und bildet einen sauberen Abschluss für dekorative Oberflächen.

Ihre hohe Belastbarkeit und Elastizität machen sie vielseitig einsetzbar – z. B. in Küche, Bad oder Büro. Dank der Kratz- und Abriebfestigkeit sowie Wärmestabilität ist sie auch ideal für Wohnräume, den Ladenbau und Objektausstattungen geeignet.

Typische Varianten:

  • 2 mm Sicherheitskante: Am weitesten verbreitet.

  • Dünnkante (0,4 mm) und 1 mm-Kante: Für kleinere Radien und filigranere Anwendungen.

 

Echtholzkante / Massivholzkante

Diese Variante bringt mehr Eigenspannung mit sich – der Kleber muss entsprechend leistungsfähiger sein. Es empfiehlt sich, die Leimmenge zu erhöhen.
Echtholzkanten sind aufwendiger in der Nachbearbeitung und in der Anschaffung die teuerste Option, überzeugen jedoch durch ihre natürliche Optik und Haptik.


 

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